Armut

 

Die Zahl der armutsgefährdeten Menschen in Deutschland ist gestiegen. Im Jahr 2011 war fast jeder Sechste von Armut bedroht, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit-
teilte. Das entspricht 13 Millionen Menschen. Im Vergleich zu 2010 erhöhte sich die Zahl der Betroffenen damit um rund 200.000, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wuchs von 15,8 auf 16,1 Prozent.

 

Besonders stark stieg das Armutsrisiko in Haushalten von Alleinerziehenden. 38,8 Prozent und damit weit mehr als ein Drittel der in solchen Haushalten lebenden Menschen waren davon betroffen - im Jahr davor waren es noch 37,1 Prozent. Dagegen war das Armutsrisiko von Menschen in Haushalten von zwei Erwachsenen mit Kindern deutlich niedriger: Bei Paaren mit einem Kind lag die Quote bei 10,6 Prozent, bei Paaren mit zwei Kindern sogar nur bei 7,7 Prozent.

 

Die Zahlen orientieren sich an einer Definition der Euro-
päischen Union für Armutsgefährdung. Demnach ist von Armut bedroht, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. In Deutschland sind das bei Singles 980 Euro im Monat, bei Familien mit einem Elternpaar und zwei Kindern 2058 Euro
im Monat inklusive staatlicher Sozialleistungen.

 

 


 

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